Der Weg zum mobilen Webshop

veröffentlicht in Consulting am 6. Okt. 2011 Tags: , , , , ,

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Datenflatrates, ist das mobile Internet der Wachstumsmarkt schlechthin. Zur Zeit boomen dabei vor allem die Social Networks. Mal kurz bei Facebook vorbei schauen, ein Tweet absetzen, das ist schon alltäglich.

Dieser Trend ist auch eine Chance für den eCommerce Bereich. Zwar gibt es schon seit einiger Zeit viele Abhandlungen über mCommerce, aber in der Praxis sieht die Welt nicht so einfach aus. Deshalb wollen wir hier mal einen Weg skizzieren wie man sich an als Shopbetreiber diesem Thema annähern kann.

Kenne deine Zielgruppe

Als erstes sollte man seine Zielgruppe und deren Nutzungsverhalten kennen. Dabei helfen die üblichen Tools, wir empfehlen unseren Kunden dabei Piwik, da man dies in Deutschland auch datenschutzkonform betreiben kann.

Wichtig ist zu wissen, welche mobilen Devices man unterstützen will. Manche bauen nur auf iOS. Da Android immer mehr an Beliebtheit gewinnt und iOS als Plattform bereits längere Zeit überholt hat, kommt man um die Unterstützung von Android  nicht mehr herum. Zum Glück sind die Browser beider Mobilplattformen sehr ähnlich. Andere Plattformen und Browser sind in der Praxis nur für bestimmte Zielgruppen interessant. Wenn man sich auf iOS und Android beschränkt, kann man seinen Shop gut auf HTML5 + CSS3 aufbauen. Damit ist dafür gesorgt, dass es auch ohne viele Bilder schick aussieht und kurze Ladezeiten auf mobilen Endgeräten garantiert sind.

Funktionsumfang

Bei mobilen Shop gilt die goldene Regel:

“Weniger ist mehr”

Man sollte sich genau überlegen welche Funktionen wichtig sind und übernommen werden müssen. Welche sind nicht wirklich sinnvoll. Z.B. schreibt der User mit seinem iPhone wirklich eine ausführliche Rezession eines Produktes ? Oder reicht es vorhanden Rezessionen anzuzeigen. Das geschickte einsetzen von Akkordeon-Menüs sorgt dafür, das man die Fülle an Informationen gruppiert und nur das darstellen kann, was überhaupt vom Benutzer erfasst werden kann.

Bezahlen

Dies ist wohl die grüßte Baustelle zur Zeit. Nicht alle Payment-Services machen es einfach, einen mobilen Skin zu verwenden und nichts ist ärgerlicher, als viel Arbeit in einen mobilen Shop zu strecken wo der Checkout Prozess den Handybesitzer vor fast unlösbare Herausforderungen stellt.

Ein Wort zu Tablets

Oft werden Tablets mit mobilen Endgeräten in einen Topf geworfen. Wenn man aber mal mit den gängigen Endgeräte rumspielt, dann stellt sich raus, das die meisten Shops damit schon gut bedienbar sind und man sich bei mobilen Shops auf kleinere Displays konzentrieren sollte, falls man nicht bereit ist, drei verschiedene Shop-Skins anzubieten. So sollte man lieber dafür sorgen, dass der normale Shop auch gut per Touch zu bedienen ist.

Es gibt natürlich noch eine Reihe weiterer Punkte zu beachten, damit der mobile Shop zum Erfolg führt, aber das sind die wichtigsten Punkte über die man nachdenken sollte, wenn man auf mobilen Endgeräten durchstarten will.  Damit kann sichergestellt werden, dass der mobile Kunden auf dem Weg von der Arbeit nach Hause die wichtigsten Einkäufe gerne auf ihrem Webshop erledigt.

Über Markus Schneider

Als Analytiker und Informatiker ist Markus Schneider Experte für Shop- und ERP-Systeme. Dabei setzt er sein fundiertes Wissen insbesondere im Bereich der Open Source Software ein und kann verschiedene
Anwendungssysteme, z.B. Oxid eSales, OTRS, und Solr Suche, darin integrieren. Auch mit der Onlineshopsoftware Magento kennt sich Herr Schneider bestens aus. Zudem greift er auf gesammelte Erfahrungen unterschiedlicher Systeme wie Sage, SAP und speziell OpenERP zurück.

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